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Ruck Zuck spielen mit Google


Google setzt auf den Spieltrieb seiner Nutzer, um die Qualität seiner Bildersuche zu verbessern. Der neue Image Labeler des Suchmaschinen-Anbieters lässt Nutzer gemeinsam Begriffe finden, während die Uhr tickt.

Auf dem Bildschirm erscheint ein Foto eines Kabels. Jetzt gilt es, ganz schnell beschreibende Begriffe für den Gegenstand einzugeben. Das Wort Kabel selbst ist allerdings tabu. Die Zeit läuft, langes Nachdenken gibt es nicht. Also schnell rumassoziieren: Elektrizität, Strippe, Stecker.

Treffer! Mein unsichtbarer Gegenüber dachte ebenfalls an einen Stecker. Wir bekommen beide 100 Punkte, und das nächste Bild erscheint. Ein Gemälde eines seltsam dreinblickenden Herren mit Knollennase. Weia, das wird schwierig...

Der Highscore: 1120 Bilder

Googles startete diese Woche ein neues Forschungsprojekt namens Image Labeler, das Spiel mit Ernst verbindet. Paare von Spielern bekommen dabei insgesamt anderthalb Minuten Zeit, um so viele Fotos wie möglich aus der Google Image-Suche mit Begriffen zu beschreiben.

Wählen beide den gleichen Begriff, dann wird das nächste Bild dargestellt. Alternativ können sich die beiden auch darauf einigen, ein Bild zu überspringen. Für jeden richtigen Treffer gibt es jeweils 100 Punkte.

Wer sich vor Spielbeginn mit seinem Google-Account einloggt, kann auch versuchen, den Spiel-Highscore zu knacken. Momentan liegt dieser bei knapp 112.000 Punkten, was 1120 Begriffs-Paaren entspricht.

Neue Begriffe für Google Image Search

Zugegeben: Google verfolgt mit diesem unsinnig anmutenden Spiel ureigene Interessen. Die Theorie: Wenn sich zwei zufällig ausgewählte Spieler auf einen Begriff für ein Foto einigen, dann ist dieser Begriff für die Beschreibung des Bilds relevant. Derart relevante Begriffe können Google dabei helfen, seine Bilder-Suche zu verbessern.

Bisher setzt Google Images auf Namen der Bilddateien und die damit verbundenen Webseiten, um Bilder-Suchen zu beantworten. In vielen Fällen klappt das auch sehr gut. Wer nach Wald sucht, bekommt jede Menge Bäume angezeigt. Doch Bilder ohne ausreichende Beschreibungen fallen bei Google unter den Tisch.

Die Idee eines Spiels zum kollektiven Bilder-Beschriften ist nicht neu. Der US-amerikanische Informatik-Professor Luis von Ahn begann bereits vor zwei Jahren damit, diesen spielerischen Ansatz zu erforschen. Google lizenzierte sein ESP Game genanntes Bilder-Spiel für seinen Image Labeler. Von Ahn glaubt, dass die Suchmaschinen-Firma damit innerhalb von zwei Monaten alle ihre Bilder beschriften kann.

Wie damals bei Ruck Zuck

Was bleibt, ist die Frage: Warum nehmen so viele Nutzer Google freiwillig die Arbeit ab? Vielleicht, weil das Spiel ganz einfach Spaß macht. Wer sich einmal ein paar Runden daran versucht, fühlt sich zwangsläufig an Ruck Zuck erinnert. Jene Gameshow, bei der Kandidaten ihren Team-Mitgliedern in aller Schnelle einen Begriff beschreiben müssen. Mit dem kleinen Unterschied, das es hier um Bilder geht – und die Mitspieler um die ganze Welt verteilt sind.

Dem Spielspaß tut das keinen Abbruch, und die Uhr tickt eben so unnachgiebig wie in der Gameshow mit den viel zu großen Kopfhörern. Also schnell noch ein paar Begriffe eingeben, bevor die Zeit abgelaufen ist. Ruck Zuck!

Google Image Labeler

http://www.netzwelt.de/news/74533-ruck-zuck-spielen-mit-google.html

nein. meine quelle ist eine andere (und rechtefrei). nw hats anscheinend auch von dort.

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